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… tell the world that Jesus came …

… to take our sins away.
Herzliche Adventsgrüße aus Zentralthailand. Die Provinz Nakhon Sawan, wo wir uns gerade befinden, ist touristisch wenig von Bedeutung. Seit wir hier sind haben wir keine „Westler“ gesehen. Das mag etwas eigenartig klingen. In Thailand aber (und auch in anderen Gegenden von Asien) sind Fragen nach Rasse und Hautfarbe wesentlicher Bestandteil des Lebens. Ob man es nun gutheißen mag oder nicht – fakt ist, dass wir mit unserer weißen Hautfarbe auffallen, bevorteilt und beneidet werden. Um bei diesem Thema politisch korrekt bleiben zu können, haben wir gelernt, welcher Rasse wir angehören: den sogenannten Kaukasiern. Das nur mal am Rande.
Wir sind seit zwei Tagen hier gemeinsam mit einem Team chinesischstämmiger junger Leute aus Singapur und gestalten Weihnachtsprogramme in Schulen. Wie provinziell diese Gegend hier ist, haben wir heute erfahren: Bei unserem Besuch in einer Landschule erzählten uns die begeisterten Lehrer, dass es noch nie an ihrer Schule einen Besuch von Menschen aus anderen Ländern gegeben hat. Umso mehr Begeisterung hat unser Weihnachtsprogramm und die anschließende Zeit, die wir mit den Kindern verbringen konnten, ausgelöst.
Das singapurer Team ist schon etwas länger vor Ort und hat das Programm komplett vorbereitet. Für uns ist das ziemlich entspannt, wir klinken uns ein, wo nötig und haben ansonsten die Möglichkeit, zu beobachten, Gespräche zu führen und Land, Leute und Lebenswirklichkeit von Thailand auf uns wirken zu lassen. Dafür gibt es verschiedenste Möglichkeiten. Unser Haupt-Fortbewegungsmittel ist ein Truck bzw. ein Pickup mit aufgesetztem Dach und Bänken. Wenn so ein Gefährt teilweise mit abenteuerlichen 80km/h über die Landstraße heizt, wird einem schon zeitweise anders. Bei mehreren Stunden Fahrt am Tag sieht man einiges von der Umgebung, von der thailändischen Wohnsituation, Landwirtschaft und Alltagsbewältigung. Unsere Mahlzeiten, an verschiedensten Orten und mit den verschiedensten Zutaten zubereitet, sind ein ziemliches Abenteuer. Aber bisher geht es uns gut damit. Und auch im Kopf setzt sich manch abenteuerlicher Gedanke fest, Ideen kommen und gehen und wir sind gespannt auf die nächsten Wochen.Schließen möchte ich heute mit einem Zitat von Martin Luther King, dass mich seit einigen Tagen begleitet:
„…Der Ruf weltweiter Nachbarschaft, der die Sorge um den Mitmenschen über den eignen Stamm, die eigene Rasse, Klasse und Nation hinausführt, ist in Wirklichkeit ein Ruf nach einer allumfassenden, bedingungslosen Liebe zu allen.“

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