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Schlechte Nachrichten aus Hoi An

Seit Freitag sind wir jetzt in Hoi An. Neben der schönen und alten Innenstadt, die sich besichtigen lohnt, haben wir nun auch etwas Zeit gefunden einige Andenken zu kaufen. Sonntags ging es an den Strand, der in dieser Jahreszeit sehr windig ist, aber es lohnt sich allemal den Pazifik so zu sehen. Mit einem gemieteten Roller fuhren wir durch die Umgebung. Schön.

Am Montag sind wir dann zu einer Fahrradtour aufgebrochen. Ich hatte etwas Angst, da unser letzter Fahrradausflug etwas hart für mich war. Doch dieses Mal war es anders. Es ging mit einem Boot auf eine Insel und wir fuhren zusammen mit einem serbischen Ehepaar und zwei einheimischen Begleitern durch kleine Dörfer. Wir konnten viel über die alten Lebensweisen hier kennenlernen und Handwerk live erleben. Abends ging es wieder mit dem Boot zurück und wir ließen den Abend mit einem Essen ausklingen.

Am Dienstag sollte es dann mit einem Bus weiter Richtung Saigon gehen. Aber alles kam anders…

…schon am Montag Abend ging es mir, vielmehr meinem Magen nicht so besonders gut. Ich musste mehrere Male für längere Zeit auf der Toilette verschwinden (ich erspare mir Details:-)) und die Nacht über merkte ich, wie mein Körper sehr stark gegen eine Krankheit kämpfte. Dienstag früh dann entschied ich mich im Bett zu bleiben, um meinem Körper noch etwas Zeit zu gönnen. Steffi ging in die Stadt und machte letzte Besorgungen, denn um 18 Uhr sollte der Nachtbus abfahren. Gegen 15 Uhr kam Steffi wieder ins Hotel. Nun war ihr etwas schlecht und nach kurzem Überlegen entschieden wir uns die Fahrt mit dem Bus um einen Tag zu verschieben und uns erst einmal auszuschlafen. Aber dazu kam es nicht. Steffi ging es immer schlechter. Der Magen leistete ganze Arbeit bzw. gar keine mehr und wir kamen nicht darum herum einen Doktor zu rufen. Dieser kam nach einer Stunde, gab eine Spritze und riet uns notfalls ins Krankenhaus zu gehen.

Als gegen 20 Uhr keine Besserung in Sicht und Steffis Kreislauf am Boden war riefen wir den Krankenwagen, der hier eher eine Art Abholservice des Krankenhauses ist. Vor Ort wurde Steffi an den Tropf gehängt und so langsam wurde klar, was der Grund unserer Probleme war: Lebensmittelvergiftung.

Wir sind völlig im unklaren, wo wir uns die geholt haben, aber irgendwann an den vergangenen 2-3 Tagen haben wir irgendwo was falsches gegessen. Ich verbrachte also gemeinsam mit Steffi die Nacht im Krankenhaus. Sie bekommt Medikamente und Infusionen und es geht wieder aufwärts. Wir werden so sagt man uns noch 1-2 Tage hier bleiben und erst dann nach Saigon weiterreisen. Das haben wir so akzeptiert und sind dankbar für alle Bewahrung.

Vor wenigen Minuten erhielten wir aber noch eine schlechte Nachricht, die uns traurig und ärgerlich macht. Steffis Auslandsreisekrankenversicherung, die sie bei der Ach-so-tollen Allianz-AG abgeschlossen hat, weigert sich die Kosten zu übernehmen. Steffi hat einen Standard-Jahresvertrag und überall auf den Seiten der Allianz steht, dass diese Versicherung 56 Tage abdeckt, also in unserem Fall bis zum kommenden Sonntag zahlt. Steffi hatte sogar vor der Reise extra mit der Versicherung deswegen telefoniert.  Der Herr, der uns nun aus Deutschland anrief sagte aber, dass Steffi keinen Standard-Vertrag hätte und nur 42 Tage versichert sind. Also müssten wir selbst für die Kosten aufkommen. Hier zeigt sich mal wieder der Charakter des Kapitalismus und der Großkonzerne und Versicherungen. Sie wollen schön viel Geld verdienen und möglichst nichts zahlen. In Deutschland werden wir versuchen irgendwie an die Erstattung zu kommen, aber jetzt müssen wir erst einmal mehrere Hundert Euro auf den Tisch legen. Das ärgert uns und nimmt uns grade etwas die Freude zur Weiterreise. 🙁

Eine Antwort auf „Schlechte Nachrichten aus Hoi An“

Das is ja zu k…was die alianz mit euch macht naja gute besserung und last euch eure gute laune net vermiessen viel Spaß euch noch

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